Aktiv in den Bergen

Herzförmig umrahmen neun Gebirgsstöcke Berchtesgaden und trennen so Bayern vom Salzburger Land. Bei Bergsteigern genießen die Berchtesgaden Alpen eine besondere Wertschätzung: Trotz intensiver alpiner und touristischer Tradition haben unsere Berge ihre intakte und ursprüngliche Gebirgslandschaft erhalten. Das garantiert seit 1978 der Nationalpark Berchtesgaden, der einen großen Teil der Berchtesgadener Alpen umfasst und deren Ursprünglichkeit bewahrt.

Der Watzmann ist das dominante Bergmassiv der Berchtesgadener Alpen und das Wahrzeichen des Berchtesgadener Landes. Imposant thront der Berg über dem Berchtesgadener Talkessel. Nicht nur seine Höhe von 2.713 Metern, sondern vor allem seine außergewöhnliche Form machen ihn so berühmt. Laut einer Umfrage des Magazins Bergsteiger ist der Watzmann gar der schönste Berg der Welt. Wanderer und Bergsteiger finden am Watzmann-Massiv Touren in allen Schwierigkeiten, von der einfachen Wanderung zum Beispiel auf den Grünstein bis zu hochalpinen Bergtouren wie der Watzmann-Überschreitung.

Der Untersberg ist das nördlichste Massiv der Berchtesgadener Alpen und gilt als der sagenreichste Berg der Alpen. Er liegt in den Ländern Bayern und Salzburg, die Grenze verläuft mitten über den Berg. Das ausgeprägte Gipfelplateau des Untersberges wird von den beiden Hauptgipfel Berchtesgadener Hochthron (1972 m) und Salzburger Hochthron (1853 ) dominiert. Im Inneren des 70 km² großen Untersberges befinden sich zahlreiche Höhlen, darunter die als Schauhöhle erschlossene Schellenberger Eishöhle und die Riesending-Schachthöhle, die mit mindestens 19,5 km die längste und mit über 1148 m die tiefste Höhle in Deutschland ist.

Das Steinerne Meer ist ein eindrucksvolles Karsthochplateau zwischen Watzmannmassiv, Königssee, Hagengebirge, Hochkönigstock und Hochkaltermassiv. Der größte Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen wirkt wie ein zu Stein gewordenes Meer mit wogenden, steinernen Wellen - daher auch der Name Steinernens Meer. Das Steinerne Meer ist ein beliebtes Ziel für erfahrene Bergwanderer. Viele Hütten und markierte Wege machen das Steinerne Meer zum idealen Gebiet für mehrtägige Hüttentouren.

2607 Meter hoch ist der höchste Punkt des Hochkalters, in den meisten Dörfern in den Alpen wäre der Hochkalter der König der Berge. Im Bergsteigerdorf Ramsau muss er sich mit der Rolle des Kronprinzen abgeben, zu mächtig ist der benachbarte Watzmann. Doch der Hochkalter halt für den Bergsteiger und Wanderer vieles zu bieten: An seinem Fuß liegen Zauberwald und Hintersee, auf halber Höhe zum Gipfel die Schärtenalm und die Blaueishütte mit ihren legendären Kuchen. Zwischen den Gipfeln des Hochkaltermassivs liegt das Blaueis, der nördlichste Gletscher der Alpen, und der einzige im Nationalpark Berchtesgaden

Im Westen des Berchtesgadener Talkessels erhebt sich der mächtige Gebirgsstock der Reiter Alm. Bis zu 2.286 Meter hoch sind die Gipfel des Gebirges, das auch unter dem Namen Reiter Alpe bekannt ist. Der östliche Teil der Reiter Alm gehört zum Nationalpark Berchtesgaden, Im Norden befindet sich ein Gebirgsübungsplatz der Gebirgsjäger. Auf dem Hochplateau steht inmitten von zahlreichen Almkaser die Neue Traunsteiner Hütte, der Stützpunkt für Bergtouren auf der Reiter Alm.

Der Hohe Göll ist mits einen 2.522 Metern der dominierende Gipfel im gleichnamigen Massiv, doch der Göll hat noch mehr zu bieten. Das 2.340 Meter hohe Hohe Brett ist ein idealer Berggipfel für ambitionierte Bergwanderer. Und auch die beliebten Ausflugsziele Kehlsteinhaus und Jenner gehören geographisch zum südöstlichen Ausläufer der Berchtesgadener Alpen.

Hoch über dem Königssee gibt es einen noch fast unberührten Flecken Natur: das Hagengebirge. Hier sucht man Seilbahnen genauso vergebens wie präparierte Skipisten, die bewirtschaftete Hütten sind meist erst nach stundenlangem Fußmarsch erreichbar. Dafür kann man hier eine einmalige Gebirgswelt erleben, seltene Pflanzen und Tiere entdecken und in aller Ruhe Gämsen und Steinböcke beobachten.

Das Lattengebirge, das Gebirgsmassiv zwischen der Alpenstadt Bad Reichenhall, Bayerisch Gmain und Berchtesgaden, ist weniger bekannt als seine Nachbarn Watzmann oder Untersberg. Seine markanteste Ansicht sind die Rotofentürme, im Volksmund besser bekannt als die Schlafende Hexe mit der vorspringenden Montgelas- Nase. Charakteristisch für das Gebirge sind die traditionellen Almen. Und natürlich die Predigtstuhlbahn: Die älteste im Original erhaltene Großkabinenseilbahn führt von Bad Reichenhall auf den Predigstuhl, den nordwestlichen Randgipfel des Lattengebirges.

Obwohl sich der Hochkönig in Österreich befindet, gehört er zu den Berchtesgadener Alpen. Mit einer Höhe von 2.941 Metern ist der Hochkönig dann auch der höchste Gipfel der Berchtesgadener Berge. Das Franz-Eduard-Matras-Haus steht direkt auf dem Gipfel des Hochkönig und ist demnach auch die höchstgelegene Hütte unserer Berge. Seine Lage auf fast 3.000 Metern macht das Matrashaus zu einer der höchstgelegenen Hütten in den Ostalpen überhaupt.

Radtouren

25 Toren, über 700 km Streckenlänge und über 22.700 Höhenmeter! Das sind die Eckdaten des Mountainbike-Wegenetzes zwischen Königssee, Berchtesgaden und dem Rupertiwinkel.

Die Radtour rund um den Untersberg führt von Berchtesgaden durch Bischofswiesen über die Landesgrenze nach Großgmain ins weitläufig flache Salzachtal. Dabei durchfährt der Radler einige Vororte der Stadt Salzburg, bis er wieder über Marktschellenberg zurück nach Berchtesgaden kommt. Weitere Infos

Die Mountainbike Tour auf die Litzlalm ist einer der Kurztourenklassiker und ist neben dem Bike-Erlebnis auch eine gesellige Tour und deshalb sehr beliebt bei jung und alt.
 
 

Vom Hintersee geht’s durch das Klausbachtal zur Bindalm, dem Hirschbichl und dann auf die Litzlalm. Die dortige Jausenstation und die Berggaststätte Hirschbichl sind bei Radlern sehr beliebte Einkehrpunkte. Zurück geht’s auf gleicher Strecke. Der kurze Abstecher zur Bindalm sollte nicht ausgelassen werden, ist mit dem Fahrrad allerdings nur bergan erlaubt. Von der Hirschbichlseite ist die Befahrung verboten.

Auf dem Mozart-Radweg von Berchtesgaden nach Salzburg
 
 

Die Radtour von Berchtesgaden über Marktschellenberg und Grödig nach Salzburg kann vom Markt Berchtesgaden durchgehend über den beschilderten Mozart-Radweg erfolgen. Diese Tour verläuft mit geringen Steigungen von Berchtesgaden über Marktschellenberg nach Österreich. Über Grödig und Hellbrunn erreicht man schließlich den Mozartplatz Salzburg. Wird der Hin- und Rückweg per Rad gemacht ist die Tour aufgrund der Länge für Familien nur bedingt geeignet.

Klettersteig

Ein Klettersteig (ital.: Via Ferrata) zeichnet sich durch ein durchgehendes Drahtseil aus, welches den Durchstieg durch eine steile Felswand, die ansonsten den Kletterern vorenthalten wäre, ermöglicht. Ein Klettersteig ähnelt also eher einer Kletterroute als einer gewöhnlichen Bergtour. Klettersteige werden in einer fünf-stufigen Schwierigkeitsskala (A-E) bewertet.

Seit 2009 führt ein moderner Sport-Klettersteig vom Einstieg oberhalb des Königssees in mehreren Varianten zum Gipfel des aussichtsreichen Grünstein. Zum Schutz der Natur in der Grünsteinsüdwand ist der Klettersteig vom 1. November bis Mitte Mai gesperrt. Weitere Informationen

Wintersport

Winterschlaf ist was für die Murmeltiere

Die Natur ruht, die Landschaft präsentiert sich im weißen Kleid unvergleichlich schön. Ein glitzernder Spiegel aus Eis überzieht viele Seen, die Luft ist eiskalt und kristallklar. Die malerische Landschaft in den Berchtesgadener Bergen kann nämlich auch im Winter erkundet werden. Egal ob romantische Winterwanderungen, Schneeschuhwandern, Skibergsteigen, Langlaufen, Schlittenfahren oder Skifahren!